Signet der Notfallseelsorge

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Notfallseelsorge Magdeburg

 
 
       
 

 

 

 

 

 


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Aktivitäten der Notfallseelsorge Magdeburg

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Jahresbilanz 2009

 

Zur Zeit sind in unserem Team 15 Notfallseelsorger ehrenamtlich tätig. Diese sind ausgebildet für Notfallseelsorge und Krisenintervention und sicherten eine 365-Tage-Bereitschaft für die Stadt Magdeburg ab.
Im Jahr 2009 rückte die Notfallseelsorge zu insgesamt 141 Einsätze aus.
Dabei waren in mehr als 30% der Einsätze Angehörige nach erfolglosen Reanimationen und häuslichen Todesfällen zu betreuen.
Die Polizei forderte uns zu knapp 40% der Einsätze an. Dabei waren wir unterwegs um die Polizei bei der Betreuung nach Suiziden und Suizidversuchen sowie bei der Überbringen von Todesnachrichten zu unterstützen.

 
Einsätze in 2009 nach Monaten  
 
Einsätze in 2009 nach Indikationen  
   

 
 

"Es müssen nicht Männer mit Flügeln sein…"

… oft sind es auch Frauen, und die Flügel sind den ehrenamtlichen Notfallseelsorgerinnen und Notfallseelsorgern selbst nur an einem gelegentlichen Jucken zwischen den Schulterblättern erspürbar. Aber Menschen, die in einer Notlage "erste Hilfe für die Seele" benötigen, fühlen sich oft geborgen und getragen, eine Hilfe, die sich in dem Bild der Flügel eines Engels darstellt und - in der ursprünglichen Bildaussage - die Nähe und Hilfe Gottes symbolisiert.
Es ist ein aufopferungsvoller Dienst, in den am 2. Advents-Sonntag, den 6. Dezember 2009 wieder ein paar neue "Engel" aufgenommen wurden. Landespolizeipfarrerin Thea Ilse verlas und übergab die Ernennungsurkunden für 4 junge Leute, welche in diesem Jahr die 3 Ausbildungs-Wochenenden und bereits erste Einsätze absolviert haben.
Der neue Leiter der Notfallseelsorge in Magdeburg, Pfarrer Stephan Bernstein, übergab ihnen kleine Bronze-Engel als Erinnerung, dass auch sie selbst eine "himmlische Kraftquelle" benötigen.
Gleichzeitig gedachten wir in diesem Gottesdienst auch des 10jährigen Jubiläums der Notfallseelsorge/Krisenintervention in Magdeburg. Geehrt wurde Pfarrer Uwe Koch für seine engagierte Aufbau- und Leitungsarbeit bis 2008, sowie einige langjährige Mitstreiter.
  Landespolizeipfarrerin Thea Ilse übergibt die Ernennungsurkunden.


Der leitende Notfallseelsorger Stephan Bernstein übergibt die Bronzeengel.


Pfarrer Uwe Koch wird für seine langjährige Mitarbeit geehrt.
 

 
 

Fortbildung der Notfallseelsorger

 

Am Mittwoch, dem 04. November, fand unsere Teamfortbildung zum Thema Militärseelsorge statt.
Bundeswehrpfarrer Ulrich Brates ist einer von vier evangelischen Militärdekanen Deutschlands mit Sitz in Mainz.
Er erläuterte uns die Geschichte, den Aufbau sowie die Aufgabenbereiche der Militärseelsorge.
Interessant waren seine Schilderungen über Erfahrungen mit Soldaten im Inland, die Bedingungen im Auslandseinsatz und Besonderheiten im Umgang mit Soldaten und der Bevölkerung des jeweiligen Einsatzlandes.
Das Team konnte Fragen stellen und es kam zu einem regen Gedankenaustausch.
Wir danken Herrn Brates für sein Referat in unserer Runde und wünschen ihm alles Gute und dass er wohlbehalten aus seinen Einsätzen zurückkommt.
  Signet der Militärseelsorge



Hier finden sie
weitere Informationen
zur Militärseelsorge.
 
   

 
 

1. Blaulicht-Party in Magdeburg

 

Am 11. September fand an den Seilerwiesen im Rothehornpark die erste Blaulicht-Party Magdeburgs statt.
Initiiert durch den Verein proCOP (BOS) sachsen-anhalt e.V., trafen sich ehrenamtliche und hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Feuerwehr, Rettungsdienst, Notfallseelsorge, Ordnungsamt und Polizei, um sich bei Freibier und Grillwurst einmal in ungezwungener Atmosphäre abseits der Einsatzorte auszutauschen. Die Schirmherrschaft zu dieser Veranstaltung hatte Holger Platz, Beigeordneter der Landeshauptstadt Magdeburg für Kommunales und Umwelt.
ProCOP bietet "Hilfe für Helfer" und erfährt Unterstützung durch Mitarbeiterinnen der Notfallseelsorge, die als Fachberaterinnen im Verein mitwirken.
"Das Datum ist purer Zufall." sagte Andreas Bartels, Vorsitzender des Vereins, in seiner Begrüßungsansprache, stellt aber, naheliegender Weise, einen Bezug zur Arbeit von Menschen in Krisensituationen dar und darum wurde auch an die Opfer der Ereignisse in New York am 11. September 2001 erinnert.
Bei angenehmen spätsommerlichen Temperaturen sorgten ein DJ und die Mädels der "Dance-Factory" aus Egeln für entsprechende Stimmung und alle Anwesenden waren sich einig darin, dass die Blaulicht-Party unbedingt wiederholt werden muss und hoffentlich zu einer Tradition wird.
Beim nächsten mal hoffen alle Beteiligten auf noch größere Resonanz, denn eines wurde immer wieder geäußert, man kennt sich von Einsätzen, aber für persönliche Worte ist an den Einsatzorten meistens keine Zeit und eine derartige Veranstaltung bringt alle die näher, die täglich um Leben ringen, Unfallfolgen bearbeiten und im Dienste der Menschen unterwegs sind.
 
 
   

 
 

Schlauchbootfahrt Notfallseelsorge Magdeburg

Am 29.August dieses Jahres fand die mittlerweile traditionelle Schlauchbootfahrt des Notfallseelsorge Teams Magdeburg zum dritten Mal statt.
Wir machten uns mit technischer Unterstützung des THW Magdeburg samstagmorgens auf den Weg nach Schönebeck. Von dort starteten wir an Elbkilometer 311,5 unsere Fahrt im "Gummiboot" der Jungen Gemeinde Magdeburg flussabwärts Richtung Magdeburg. Noch war das Wetter gut. Jedoch hatten wir schon nach ein paar hundert Metern Gegenwind und mussten uns im Windschatten des Elbufers langsam vorankämpfen. Mit vereinten Kräften erreichten wir nach ca. zweieinhalb Stunden unser erstes Etappenziel, den Biergarten Mückenwirt. Während wir uns dort stärkten, zogen immer mehr Wolken auf und das Unwetter begann. Als Teilzeit-Wassersportler ließen wir uns die gute Laune nicht verderben und legten nach einem kurzen Schauer wieder ab. Wir passierten den Domfelsen, hui, das war ein Spaß, und legten kurz darauf bei der Strandbar am Magdeburger Petriförder an, um im weißen Sand und bei mittlerweile wieder sonnigem Wetter zu verschnaufen.
Nachdem wir zur letzen Etappe aufgebrochen waren, wurden die Kollegen der Wasserschutzpolizei gegrüßt und die Fahrt ging Richtung Herrenkrug weiter. Bevor sich die Wolken wieder verdichteten, wurde die Elbe auf ihre Badetauglichkeit überprüft. Diese konnte bestätigt werden. Kurz bevor wir in den alten Handelshafen bei Elbkilometer 329,9 einbogen, öffneten sich die Himmelstore nochmals und schütteten Regen und Hagel auf uns herab. Ziemlich durchnässt und kalt paddelten wir zügig den Hafen an den hohen Spundwänden entlang bis zum Wissenschaftshafen und stellten fest, dass ein mit Regenwasser gefülltes Schlauchboot schwer ist. Nach der Hafenrundfahrt waren wir froh, dass die Helfer des THW schon auf uns warteten und halfen, das Boot aus dem Wasser zu nehmen und uns wieder zurück zu fahren.
Den Abend ließen wir mit einem sehr heißen Grill im Studentenclub Kiste der medizinischen Fakultät ausklingen.
Trotz der widrigen Witterungsbedingungen waren wir uns einig, dass uns die Puste nicht ausgeht und wir nächsten Sommer wieder auf den Fluss gehen! Ahoi!
  Schlauchboot mit Notfallseelsorgern.


Schlauchboot mit Notfallseelsorgern.


Schlauchboot mit Notfallseelsorgern.
 

 
 

Ausbildungsgruppe

Am 28.06.2009 beendeten sieben
-für Krisenintervention ausgebildete- Notfallseelsorger ihre Ausbildung.
Beruflich im theologischen, medizinischen oder sozialen Bereich tätig, stärken sie ab jetzt ehrenamtlich unser Team.
Damit kann das Magdeburger Notfallseelsorge/Kriseninterventions-Team, mit zur Zeit 16 aktiven Mitarbeitern, die Rund-um-die-Uhr-Dienste absichern.
Gruppenbild der neuen Notfallseelsorger. 
 

 
 

Klinikumsportfest überreicht großzügige Spende an die Notfallseelsorge

Am 16. Juni fand auch dieses Jahr wieder das Klinikumsportfest des Uniklinikums Magdeburg statt. Am Start waren etwa 500 Klinikumsmitarbeiter die in verschieden Sportarten um Siege, Plätze und Punkte kämpften.
Dabei wurden in verschiedenen Sportdisziplinen zahlreiche Punkte erkämpft. Diese Punkte wandelte der „Förderverein Medizinstudierende Magdeburg e.V.“ (FMMD) dann in bares Geld um.
Insgesamt kamen dabei 550 Euro zusammen.
Dieses Geld kam der Notfallseelsorge Magdeburg als Spende zugute und wurde als symbolischer Scheck an die Kolleginen und Kollegen der Notfallseelsorge überreicht.
Die Notfallseelsorge Magdeburg bedankt sich beim Förderverein Medizinstudierende Magdeburg e.V. für diese großzügige Spende.

  Zeitungsmeldung der Volksstimme Magdeburg
    Meldung der Volksstimme
vom 2008-08-21.
Bild anklicken.
 
   
   

 
 

Teamwochenende in Niederndodeleben

Dank einer großzügigen Spende vom porta-Einrichtungshaus in Magdeburg, konnte vom 12.-14.06.2009 das diesjährige Fortbildungswochenende in Niederndodeleben stattfinden.
Bei diesem gemeinsamen Treffen wurden wieder verschiedene Fortbildungen angeboten. Thematisiert wurde unter anderem der "Umgang mit Suizid" und das "Burnout".
Am Samstagnachmittag wurde mit Psychodramamethoden an der Teamentwicklung gearbeitet.
Für die 17 Teilnehmer war es ein lehrreiches Miteinander-Wochenende.

  Zeitungsmeldung der Volksstimme Magdeburg
    Meldung der Volksstimme
vom 2009-06-03.
Bild anklicken.
 
   
Zuhöhrergruppe.   Referent.
Gespanntes Zuhöhren und Lauschen dem...   ...Referenten.
 
Zuhöhrergruppe.   Zuhöhrergruppe.
Und eine angeregte Disskusion...   ...über das Gehörte.
 
Personen am Lagerfeuer.   Personen am Kaffeetisch.
Gemütliches Beisammensein am Lagerfeuer...   ...und am Kaffeetisch.
 
   

 
 

Am 29.04.2009 fand in Magdeburg die Fachtagung

 

"Sekundäre Traumatisierung" statt.


Die Überschrift zur Veranstaltung lautete:
Persönliche Belastungen durch die Konfrontation mit schweren Schicksalen
anderer Menschen - Berufsrisiko oder "Wie bleibe ich in der Spur?"

 

Die Tagung wurde ausgetragen von der Friedrich-Ebert-Stiftung in Zusammenarbeit mit der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg und dem Ministerium der Justiz des Landes Sachsen-Anhalt. Unterstützt wurde die Veranstaltung von der Unfallkasse Sachsen-Anhalt und der Notfallseelsorge Magdeburg.

Die Tagung richtete sich an professionell und ehrenamtlich Tätige, die mit den Schicksalen anderer Menschen konfrontiert werden. Geladen waren Rettungskräfte, Feuerwehrleute, Notfallmediziner / -seelsorger, Polizisten, Juristen und Psychotherapeuten.
Bei der ursprünglich nur für einen Kreis von erwarteten 100 Interessierten konzipierten Veranstaltung zeigte sich die Relevanz der Thematik an der Teilnahme und regen Mitarbeit der dann etwa 250 Anwesenden.
Nach einem Vortrag von Frau Dr. Andreatta, Universität Innsbruck, zu den Ursachen und Erscheinungsformen von sekundären Traumatisierungen deutete Frau DP Schwarzer aus Berlin im Weiteren Möglichkeiten der Prävention an. Den Schwerpunkt der Veranstaltung bildete allerdings der berufsübergreifende Erfahrungsaustausch der Anwesenden - über die Methode des "World Cafe" - in wechselnden Kleingruppen.

Abschließend wurden einzelne Aspekte der Gespräche zusammengefasst und der Bedarf einer Folgeveranstaltung geäußert.
Insgesamt schienen sich die Teilnehmer darin einig, dass zur Begrenzung der Gefahr einer möglichen sekundären Traumatisierung auch eine größere Wertschätzung der Arbeit (beispielsweise entsprechend der Fürsorgepflicht des Arbeitgebers/ Dienstherren/ Trägers) erfolgen und der berufsübergreifende Austausch eine stärkere Beachtung finden sollte. Für erste Initiativen der Zusammenarbeit wurden bereits Ideen vorgetragen und Adressen ausgetauscht. In wieweit diese in die Tat umgesetzt werden können, bleibt abzuwarten.

 
   

 
 
 
 
 

 

 

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